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Die 15. Klimakonferenz in Kopenhagen 

Ein neues Klimaabkommen darf nicht scheitern

Stand: 09.12.2009

In Kopenhagen tagen seit 7. Dezember zwei Wochen lang 192 Staaten mit 15.000 Delegierten auf der UN-Klimakonferenz. Sie verhandeln über das Folgeabkommen für das 2005 in Kraft getreten Kyoto-Protokoll. Das 1997 verabschiedete Kyoto-Protokoll endet 2012. Es gilt als erste konkrete internationale Vereinbarung für die Umsetzung der UN-Klimarahmenkonvention. Die Industriestaaten hatten sich verpflichtet, bis zum Ende der Laufzeit mindestens fünf Prozent weniger Treibhausgase auszustoßen als 1990. Inzwischen haben mehr als 180 Staaten das Kyoto-Protokoll ratifiziert. Die USA gehören bis heute nicht dazu.

In Kopenhagen soll die Anschlussvereinbarung verhandelt , die ab 2013 gilt

Zentrales Anliegen ist eine verbindliche Regelung für alle teilnehmenden Staaten. Es geht darum, den Treibhausgasausstoß mittel- und langfristig deutlich zu reduzieren. Denn die globale Erwärmung darf zwei Grad Celsius nicht überschreitet. Nur so lässt sich der Klimawandel abmildern. Forscher gehen davon aus, dass dafür notwendig ist, den Treibhausgasausstoß im Vergleich zu 1990 weltweit bis 2050 um mehr als 50 Prozent zu vermindern.

Die Industriestaaten haben mit ihrem bisherigen CO-2 Ausstoß den größten Anteil am Klimawandel. Sie haben den größten Schaden verursacht. Darum müssen sie auch den  größten Beitrag zur CO-2-Verminderung leisten. Das heißt: die Industriestaaten müssen ihre Emissionen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent senken.  Dieses Ziel müssen die die Industriestaaten in Kopenhagen verbindlich festschreiben. Weitere Elemente eines Klimaabkommens sollten eine CO-2-Reduktion der Schwellenländer bis 2020 um 15 bis 30 Prozent sein sowie die Finanzierung von Technologietransfers in Entwicklungsländer und von dortigen klimawandelbedingten Anpassungen (z. B. Deichbau).

Bereits 2007 ist es Sigmar Gabriel als Bundesumweltminister bei der Regierungsklausur in Meseberg gelungen, für Deutschland ein CO-2-Minderungsziel von 40 Prozent bis 2020 zu vereinbaren. Als Langzeitziel will die SPD-Bundestagsfraktion eine CO-2-Reduktion von 80 bis 95 Prozent bis 2050 gegenüber dem Ausstoß von 1990 durchsetzen.

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