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Petition des Monats März 2009 


Stand: 26.03.2009

Thema: Sprechstundenschwester beruflich aufwerten
 

In der ehemaligen DDR gab es neben dem Beruf der Krankenschwester auch den Beruf der Sprechstundenschwester. Die alten Bundesländer kannten die Sprechstundenschwester nicht.

An den Petitionsausschuss wandte sich eine ehemalige Sprechstundenschwester, die mittlerweile in der ambulanten Pflege arbeitet. Sie hat sich beschwert, dass sie nicht als Fachkraft sondern als Pflegehelferin anerkannt und bezahlt wird. Sie wies darauf hin, dass der Beruf der DDR-Krankenschwester problemlos anerkannt wurde. Da beide Ausbildungen vergleichbar waren, müsste die Anerkennung auch für den Beruf der Sprechstundenschwester gelten.

Wir haben sehr viel recherchiert. Wir haben die Lehrpläne beider Berufe verglichen, wir haben nicht nur mit dem zuständigen Bundesministerium gesprochen, sondern auch mit Landesbehörden und Institutionen, die die ehemaligen Sprechstundenschwestern beschäftigen. Auch in einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses wurde über die Problematik beraten.

Wir haben festgestellt, dass Qualität und Niveau der Ausbildung zur Sprechstundenschwester der Ausbildung zur DDR-Krankenschwester im Wesentlichen entsprachen. Es gab selbstverständlich Unterschiede. Es gab aber dennoch überwiegend ähnliche Schwerpunkte in den Ausbildungsfächern. Nach der Wiedervereinigung wurde die DDR-Krankenschwester unproblematisch als Krankenschwester anerkannt. Sie konnte ihren Beruf weiter ausüben und auch als Fachkraft in der ambulanten Pflege tätig sein.

Warum dies der Sprechstundenschwester verwehrt blieb und bleibt, konnten wir nicht nachvollziehen.

Deswegen haben wir die Petition an das Bundesministerium der Gesundheit zur Erwägung überwiesen – also mit der Bitte, das Anliegen noch einmal zu überprüfen und nach Möglichkeiten der Abhilfe zu suchen.