16.09.08 - 680
Call-Center-Konzept der Telekom muss mitarbeitergerecht verändert werden
Pressesprecher
Die SPD-Bundestagsfraktion hat folgende Resolution beschlossen:
"Das Call-Center-Konzept der Deutschen Telekom muss im Interesse der Beschäftigten mitarbeitergerecht verändert werden
Das vom Telekom-Vorstand vorgelegte Call-Center-Konzept müssen die Beschäftigten als Stoß vor den Kopf empfinden. Die vorgesehene Reduzierung von 63 auf 24 Standorte würde für den Großteil der Betroffenen Fahrzeiten zwischen zwei und vier Stunden täglich bedeuten. Viele werden deshalb faktisch keine Möglichkeit haben, das Angebot einer Weiterbeschäftigung am neuen Standort anzunehmen, insbesondere wenn sie Teilzeitbeschäftigte sind oder eine ortsgebundene Familie haben.
Die SPD-Bundestagsfraktion fordert den Vorstand der Deutschen Telekom AG auf, seiner sozialen Verantwortung gerecht zu werden und in den anstehenden Verhandlungen mit dem Sozialpartner auf die Beschäftigten zuzugehen. Diese Verhandlungen sollten so schnell wie möglich aufgenommen werden. Das Call-Center-Konzept darf nicht über deren Köpfe hinweg umgesetzt sondern muss mit ihnen gemeinsam mitarbeitergerecht verändert werden.
Zwischen wirtschaftlichen Aspekten und den Interessen der Beschäftigten muss es einen gerechten Ausgleich geben. Anzahl und Zuschnitt der Call-Center-Standorte sowie finanzielle Hilfen müssen so angelegt werden, dass es den Beschäftigten auch tatsächlich ermöglicht wird, im Unternehmen zu bleiben.
Die Deutsche Telekom braucht ein Unternehmensklima, in dem Vorstand und Belegschaften vertrauensvoll zusammenarbeiten. Nur gemeinsam können die großen Herausforderungen in einem dynamischen Wettbewerbsmarkt gemeistert werden - im Interesse einer guten wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens, Beschäftigungssicherung und zufriedener Kunden."